Arabische Aleviten – Eine kurze Geschichte des Existenzkampfes

Diese Studie befasst sich mit den historischen Ursprüngen der arabisch-alevitischen Gemeinschaft, ihren Beziehungen zu den politischen Mächten und ihrem Identitätskampf von der Gründung der Republik Türkei bis heute. Die Praktiken der Assimilation, Diskriminierung und Ausgrenzung, denen die arabischen Aleviten im Laufe der Zeit ausgesetzt waren – von der osmanischen Ära bis zur Republik, von der Einparteienzeit bis zum Mehrparteiensystem und bis zu den aktuellen regionalen Krisen – werden anhand von Felddaten, historischen Dokumenten und Zeugenaussagen untersucht. Das Buch zielt darauf ab, nicht nur die Vergangenheit zu verstehen, sondern auch dazu beizutragen, die sich heute in der Levante und in der Türkei vertiefenden Identitätsspannungen zu erfassen.
Die arabischen Aleviten sind Träger einer Geschichte, die über Jahrhunderte von Unterdrückung, Leugnung und Gewalt geprägt wurde. Diese Studie macht die politische Odyssee, den Identitätskampf und die widersprüchliche Beziehung dieser Gemeinschaft zum Staat sichtbar und lädt gleichzeitig dazu ein, grundlegende Fragen wie gleiche Staatsbürgerschaft, Zusammenleben und Pluralismus neu zu überdenken. Diese Erzählung, die Vergangenheit und Gegenwart verbindet, bietet einen starken Rahmen, um nicht nur die Geschichte der arabischen Aleviten zu verstehen, sondern auch die existenziellen Probleme, mit denen sie heute konfrontiert sind.
